Arbeitslehre

Bocholt

Klasse 7
2 Stunden REAVIS (möglichst in einer Kleingruppe mit bis zu 7 Schülern)

Klasse 8 und 9
Im wöchentlichem Wechsel finden Hauswirtschaft und Technisches Werken statt (3 Unterrichtsstunden – ca. 8 Schüler).
Textilgestaltung und Informatik werden in gleicher Organisationsform unterrichtet.

Klasse 10
Die Schüler der Klassen 10 nehmen entweder an einem betrieblichen Jahrespraktikum und an verschiedenen Projekten teil oder arbeiten in einer Schülerfirma.

Ahaus

ab Klasse 6
2 Wochenstunden Hauswirtschaft, Werken/Reavis oder Textil (wahlweise in kleinen Gruppen, ca. 7 Schüler)

Klassen 9 und 10
3 Wochenstunden Hauswirtschaft oder Werken (wahlweise in kleinen Gruppen, ca. 7 Schüler)

Klasse 10
zusätzlich: Schulkiosk

Hauswirtschaft

Zurzeit wird das Fach Hauswirtschaft in den Klassen 8 und 9 unterrichtet. Dieser Unterricht findet in wöchentlichem Wechsel mit Technischem
Werken statt (3 Unterrichtsstunden – ca. 8 Schüler).

Die Inhalte und Methoden richten sich aus am schulinternen Bildungsplan Hauswirtschaft.

Die Schüler der Klassen 10 nehmen entweder an einem betrieblichen Jahrespraktikum und an verschiedenen Projekten teil oder arbeiten in einer Schülerfirma (Bereich HW).

Schwerpunkte des Hauswirtschaftsunterrichts sind:

  • Grundkenntnisse der Nahrungszubereitung und Ernährungslehre,
  • der Erwerb von Kenntnissen der Arbeits- und Organisationsabläufe im Haushalt,
  • sinnvoller und sachgerechter Umgang und Einsatz einfacher Haushaltsgeräte,
  • Hygiene,
  • Gesichtspunkte des Umweltschutzes,
  • Dekorationen sowie
  • das Verhalten bei Tisch.

In einer Unterrichtseinheit werden diese Schwerpunkte in der praktischen und theoretischen Arbeit den Schülern vermittelt. Beispiel: Theoretische Einführung: Hefeteig / praktische Umsetzung: Pizza (Hauptgericht) und Streuselkuchen.

Durch die Einführung des Jahrespraktikums und der Schülerfirma in den Klassen 10 wurden Veränderungen im Fach Arbeitslehre notwendig. Nach Ablauf von 1-2 Schuljahren müssen die gewonnenen Erfahrungen gesammelt und ausgewertet werden.

Wirtschaftslehre

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Technisches Werken

Die Grundlagen für den Werkunterricht werden bereits in Klasse 7 mit dem Programm REAVIS gelegt. Das Fach Werken wird in den Klassen 8 und 9 unterrichtet. In Klasse 10 gibt es die Schülerfirma „Werken“ als alternatives Angebot zum Jahrespraktikum.

Die Schüler erhalten im Fach Werken die Möglichkeit, verschiedene Werkstoffe (Holz, Kunststoff, Metall) zu erkunden, kreativ mit ihnen zu handeln und bei der Verarbeitung der Werkstoffe Erfahrungen zu sammeln. Die Schüler lernen die Arbeitsabläufe für die unterschiedlichen Werkstücke zu planen und Lösungswege für die verschiedenen Handlungsschritte zu finden. Gleichzeitig üben die Schüler den sachgerechten Umgang mit den verschiedensten Werkzeugen und erlernen und trainieren handwerklich-motorische Fähigkeiten.

Der Werkunterricht trägt zur Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit bei und leistet einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf das zukünftige Arbeitsleben. Denn die lebenspraktisch bedeutsamen „Arbeitstugenden“ wie Ausdauer, Zielstrebigkeit und Genauigkeit werden im Werkunterricht ebenfalls trainiert.

Die Themen der verschiedenen Werkaufgaben orientieren sich an der Lebenswirklichkeit der Schüler. Bei der Gestaltung der Werkstücke kann der Schwerpunkt musisch-gestalterisch oder technisch sein.

Textilgestaltung

Das Fach Textilgestaltung wird in möglichst vielen Klassenstufen angeboten, in der Oberstufe häufig parallel zu Informatik. In den Lernstufen 5 bis 7 findet eine Textil-AG statt. Es werden vor allem Motorik, Wahrnehmung, Kreativität und Vorstellungsvermögen gefördert und geschult. Dieses geschieht in den textilen Techniken wie Flechten, Wickeln, Knoten, Weben, Sticken sowie Drucken, Batiken, Seidenmalerei, Nähen u.a..

Die inhaltlichen Akzentuierungen der Lerninhalte des Faches Textilgestaltung berücksichtigt auch immer die Alltagserfahrungen und –vorstellungen der SchülerInnen. Dem unterschiedlichen Lern- und Leistungsvermögen sowie den Neigungen und Interessen der SchülerInnen bietet das Fach breiten Raum. Ein sehr wichtiger Schwerpunkt des Faches Textilgestaltung liegt bei uns ebenso im Bereich Arbeitslehre, um die Berufsorientierung und –vorbereitung zu begleiten und zu unterstützen.

Es werden Arbeitshaltungen wie Ausdauer, Geduld, Sorgfalt und Genauigkeit sowie die Bereitschaft zu Zusammenarbeit und Gefahrenbewusstsein aufgebaut. Die SchülerInnen lernen, den Herstellungsprozess eines Produktes zu planen, zu fertigen und anschließend die Arbeitsergebnisse unter ästhetischen, funktionalen, technischen und kommunikativen Gesichtspunkten zu beurteilen. Das Fach Textilgestaltung wird häufiger auch im Rahmen einer Schülerfirma durchgeführt.

In der Textil-AG sowie in den höheren Klassenstufen können auch Angebote für freie Gestaltungsaufgaben gemacht werden, die den Aufbau außerschulischer Kontakte nahelegen. Die außerschulischen Lernorte für unsere SchülerInnen sind beispielsweise das „Bocholter Textilmuseum“ oder die „Alte Spinnerei“.

Informatik

An der Overbergschule Bocholt wurden in Zusammenarbeit mit der Stadt Bocholt die Voraussetzungen für den computerbegleiteten und computergestützten Unterricht geschaffen: Im Schuljahr 2004/05 richtete man einen Fachraum für Neue Technologien mit 13 Schülerarbeitsplätzen und einem Lehrerarbeitsplatz ein.

Alle Arbeitsplätze sind mit einem zentralen Schulserver vernetzt und haben Zugang zum Internet. Die Schülerrechner sind mit DVD-Laufwerken, Soundsystemen, USB-Anschlüssen und die Lehrerrechner zusätzlich mit DVD-Brennern und einem Scanner ausgestattet. Beamer ermöglichen die Wiedergabe von Bildschirminhalten über eine Projektionsleinwand. Der Ausdruck von Dateien - insbesondere der Arbeitsergebnisse von Schülern und Lehrern - erfolgt zurzeit über einen Netzwerklaserdrucker im Computerraum.

3 Klassenräume sind mit ins Schulnetz eingebundenen Computern ausgestattet, die restlichen Klassen- und Fachräume an Overberg I mit internetfähigen Einzelplatzrechnern, jedoch ohne Zugang zum Schulnetz. Ein weiterer Lehrerrechner wurde im Lehrervorbereitungsraum installiert.

In der Overbergschule Bocholt findet ein paralleler Einsatz der Computer sowohl in einem Fachraum für Informatik als auch zur individuellen Nutzung in den Klassenräumen und Medienecken statt.

Vorteile eines Computerraums

  • Die Schule besitzt leistungsstarke Geräte, auf denen umfangreiche, komplexe Programme aufgespielt werden können
  • Der Raum stellt eine organisatorisch und sicherheitstechnisch abgegrenzte Einheit dar. Gleiches gilt auch für die Medienecken des Primarbereichs
  • Ein “frontales” Führen bei der Einweisung etc. wird erleichtert

Für den Einsatz im Klassenzimmer und in den Medienecken sprechen:

  • die variable Arbeitszeit für den einzelnen Schüler
  • der selbstverständliche Gebrauch des Mediums
  • die individuellen Fördermöglichkeiten
  • die Unterstützung des selbstständigen Arbeitens
  • die neutrale Bewertung der Arbeitsergebnisse durch den Computer
  • die Entlastung des Lehrers zur individuellen Beratung der Schüler

Der mediale Einsatz “Neuer Technologien” nimmt schon in der Unter- und Mittelstufe einen breiten Raum ein, da bereits hier die Grundlagen gelegt werden für die weiterführende Arbeit in der Oberstufe wie den Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen, mit einfachen Datenbankprogrammen und unterschiedlichen Anwendungsprogrammen. Darüber hinaus wird den Schülern und Lehrern die Möglichkeit der Arbeit mit dem Internet im Rahmen einer eigenständigen Informationssuche geboten. Außerdem soll ein multimediales Informationsnetzwerk mit anderen schulischen wie auch außerschulischen Einrichtungen (z.B. Arbeitsamt) aufgebaut werden.

Ziel ist die Befähigung möglichst aller Kollegen und ihrer Schüler, die neu zur Verfügung stehenden Medien effektiv bei der Unterrichtsvorbereitung und im Unterricht einsetzen zu können.

Schülerfirmen

Bocholt

 

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Schulkiosk Ahaus

Der Schulkiosk an der Overbergschule Ahaus wird von der jeweiligen Abschlussklasse geführt. Er ist fester Bestandteil im Unterricht der Klasse 10. Die Schüler übernehmen die anfallenden Tätigkeiten in den Bereichen Planung, Einkauf, Verkauf, Lagerhaltung und Buchhaltung weitgehend eigenständig. Der Kiosk ist in den Pausen nach der 2. und nach der 4. Stunde geöffnet.

Die Jugendlichen sollen durch Ihre Arbeit im Kiosk ein ökonomisches Grundwissen erwerben und dieses zur Lebensbewältigung einsetzen. Sie sollen verantwortungsbewusst und weitgehend selbständig handeln. Die unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessenslagen der Schüler können in den verschiedenen Aufgabenbereichen des Kiosks berücksichtigt werden.

Die Schülerinnen und Schüler sollen:

  • sich an Planung und Organisation des Kiosk beteiligen
  • Arbeitabläufe planen, durchführen und kontrollieren
  • die Geschäftsbereiche „Einkauf“, „Verkauf“, „Lagerhaltung“ und „Buchführung“ kennen und darin arbeiten lernen
  • fremde und eigene Bedürfnisse berücksichtigen lernen, das heißt, dass sie als Käufer und Verkäufer angemessene Umgangsformen zeigen
  • handlungsorientiert kaufmännisches Wissen erwerben und mathematische Grundkenntnisse in die Praxis umsetzen können
  • in einer Lerngruppe Aufgaben übernehmen und die Arbeit gemeinsam voranbringen (Teamfähigkeit)
  • Einsichten in eine gesunde Ernährungsweise gewinnen.

Im Vordergrund steht die Förderung der Schlüsselqualifikationen wie:

  • Verantwortungsbewusstsein
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Selbstbewusstsein
  • Reflexions- und Darstellungsfähigkeit von Arbeitsergebnissen
  • Realistische Selbsteinschätzung

 

Das Projekt Kiosk verbindet die Unterrichtsfächer Arbeitslehre, Wirtschaftslehre, Deutsch, Mathematik, Informatik und Kunst. Dabei werden folgende Themen und Inhalte angesprochen:

  • Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge (unternehmerische Entscheidungen, marktorientiertes Handeln, Personalwesen)
  • Handwerkliches Arbeiten
  • Kauf/Verkauf, Preiskalkulation
  • Handeln im Geschäftsleben (Briefe schreiben, Anfragen stellen, Informationen einholen, werben)
  • Schreiben von Arbeitsberichten
  • Plakatgestaltung/Werbung

Pro Woche stehen festgelegte Arbeitszeiten zur Verfügung, um die Aufgaben der Kioskarbeit organisatorisch umzusetzen.

Folgende Geschäftsbereiche werden täglich von den Schülerinnen und Schülern weitgehend selbständig getätigt: Einkauf, Lagerhaltung, Verkauf, Buchführung, Müllentsorgung.

  1. Einkauf: Waren rechtzeitig und preisgünstig in guter Qualität einkaufen
  2. Lagerhaltung: auf Hygiene der Lagerräume achten, Haltbarkeitsdatum zwischenzeitlich überprüfen, ausverkaufte Waren bei der Gruppe „Einkauf“ nachbestellen
  3. Verkauf: Aufbau/Gestaltung der Verkaufstheke, Zubereiten der Brötchen, Beachten der hygienischen Vorschriften, Pflegen des Kundenkontakts, Kontrolle der Tageskasse, Reinigung des Verkaufsraums
  4. Buchhaltung: die Tageskasse und das Wechselgeld zählen, alle Einnahmen und Ausgaben im Kassenbuch notieren
  5. Müllentsorgung:

Wöchentlich werden folgende Tätigkeiten durchgeführt:

  • Aktionstage (Obsttag, Joghurttag, Snacks, usw.) vorbereiten und durchführen
  • Erstellen von Preisschildern, Werbeplakaten
  • neue Produkte auswählen und einführen
  • Preise für die neue Ware kalkulieren
  • Bankgeschäfte erledigen.

Der finanzielle Gewinn aus dem Verkauf wird anteilig für Verbesserungen und Anschaffungen im Kiosk, für Klassenfahrten und für die Durchführung der anstehenden Entlassfeier der Abschlussklassen eingesetzt.